TIME OUT

Kein Blog Eintrag im Juli, einfach offline? Facebook meldet sich: „Deine Follower haben lange nichts von dir gehört!“ Oh je, schlecht fürs Geschäft!! – Darf man denn das?

Oh ja, man muss sogar! Sich mal einfach ausklinken aus dem Informationsstrom, zehn Tage sogar das Handy und die Armbanduhr ablegen und mal „Time out“ auf einem Segelboot genießen. Wie soll ich anderen Menschen überzeugend den Weg zu mehr Präsenz weisen, wenn ich selbst so viel Zeit online statt in der realen Welt verbringe? Bonner Forscher haben mit Hilfe einer App ermittelt, dass wir unser Smartphone im Durchschnitt drei Stunden täglich nutzen und es etwa alle 15 Minuten zur Hand nehmen. „Ja, ok, man ist zwischendurch mal kurz ausgeklinkt, aber doch trotzdem dabei!“ – „Warum soll denn das reale Leben besser sein? Das ist doch alles nur Angst vor dem gesellschaftlichen Wandel, vor der Zukunft!“ – „Ich hab das im Griff!“ – Das Smartphone Problem haben immer die Anderen.

Probieren Sie es doch mal einfach aus und gehen Sie offline. Entscheiden Sie sich spaßeshalber für den bewussten Blick auf die reale Umgebung und besinnen Sie sich auf das Konkrete, Momentane. Zum Beispiel vor Ihrem nächsten Meeting: Alle Geräte weg! Dann eine Minute Stille, in der sich jeder überlegt, was das Ziel des Treffens ist und warum er oder sie hier ist. Nehmen Sie Ihre Umgebung und die Menschen, mit denen Sie in Kontakt treten, wieder mal bewusst wahr. Schauen Sie sie an, und zwar am besten nicht über Skype! – Der Erfolg ist garantiert, egal ob Sie im „Flow“ kreativ arbeiten wollen oder einfach das tun, was Sie schon immer mal wieder machen wollten.

Mein Selbstversuch war übrigens sehr erfolgreich und ich freue mich auf meinen Schreibtisch! Mehr nützliche Informationen und Wege ins HIER und JETZT finden Sie im ZEIT Magazin Nr. 29 im Artikel von Jürgen v. Rutenberg mit dem Titel „Zurück in die Gegenwart“.